Aus meiner Sicht besteht ein entscheidender Gebetsauftrag darin, dass Israel nicht nur Teilgewinne erringt, sondern einen vollständigen und nachhaltigen Sieg davonträgt. Denn: Ein erster Sieg ist das eine – doch geistlich gesprochen reicht es nicht, die Schlange zu vertreiben, sondern ihr muss der Kopf zertreten werden. (vgl. 1. Mose 3,15) Dies gilt im übertragenen Sinn für Hamas, Hisbollah und ebenso für den Iran.
Ich spreche hier vor allem von geistlichen Realitäten, sehe aber zugleich die Notwendigkeit eines klaren Sieges über den militanten Islamismus, der diesen Strukturen zugrunde liegt. Israel unternimmt derzeit Schritte, zu denen weder die arabische Welt noch der Westen bisher bereit oder in der Lage war – und möglicherweise wartet genau diese arabische Welt darauf, dass Israel vorangeht.
Ich habe in diesen Tagen mit Igal Even Ziv, Marsch des Lebens Direktor in Israel, korrespondiert und ihm meine tiefe Wertschätzung gegenüber der israelischen Armee ausgedrückt. Ich bin dankbar, dass wir in Freundschaft an der Seite Israels stehen dürfen und als Christen ein Teil dieser geistlichen Realität sein können.
Für uns ist das ein klarer Ruf, als Christen kompromisslos hinter Israel zu stehen. Jegliche Form von Israelkritik, der Ruf nach vermeintlicher „Verhältnismäßigkeit“ oder jegliches Relativieren der Ereignisse ist in diesem Kontext nicht angebracht. Es ist unsere Aufgabe, Israel entschieden zur Seite zu stehen – mit Gebet, Haltung und geistlicher Klarheit. (vgl. Jesaja 62,6–7)
Wir wissen: Es ist letztlich ein geistlicher Kampf. Die biblische Beschreibung der Auseinandersetzungen zwischen den Fürstentümern – etwa über Persien – und dem Engelfürsten Michael macht deutlich, worum es auf der unsichtbaren Ebene geht. (vgl. Daniel 10,13.20–21)
Ein möglicher Sieg Israels wäre daher nicht nur ein regionaler, sondern ein weltweiter Durchbruch im Kampf gegen die Feinde Israels. Wir stehen inmitten eines enormen geistlichen Ringens. Auch wenn iranische Raketen auf Israel abgefeuert werden sollte uns das nicht entmutigen, sondern vielmehr unser Gebet intensivieren und unseren Standpunkt festigen. (vgl. Epheser 6,12–13)
Ich hoffe, diese Gedanken können in gewisser Weise Orientierung geben.
Jobst Bittner
Gründer und Präsident der Marsch des Lebens Bewegung
